Nur 79,99€ bis 23.12 #schenkenwasbewegt

Dr. Lutz Graumann – Medizinischer Experte an Board bei 8sense!

Dr. Lutz Graumann ist Arzt für Sportmedizin, Chirotherapie und Ernährungsmedizin. Durch die Vielfalt an Forschungsprogrammen in den USA, Kanada und Deutschland wird er seit mehr als 10 Jahren als Experte im Bereich Performance Medicine und Functional Training wahrgenommen. Wir freuen uns sehr, Dr. Graumann als Medical Chief Officer im Team 8sense willkommen zu heißen! Er wird uns ab sofort in medizinischen Fragen beraten und uns auch auf ausgewählten Events vertreten. Wir haben Dr. Graumann gleich ein paar Fragen für euch gestellt.

 

Worauf müssen wir achten, damit unser Rücken gesund bleibt?

Dr. Graumann: Unser Körper funktioniert am besten, wenn man sich regelmäßig ein bisschen bewegt. Dabei spreche ich nicht von Sport. Es geht hauptsächlich um die kleinen Bewegungen im Alltag. Der größte Glaubensirrsinn ist, zu meinen, wenn ich mich nach einem 8-stündigem Sitzen im Büro eine Stunde bewege, geht es mir gut. In der Medizin sprechen wir von einem 3-Stufen-Modell: Man unterscheidet die Mikro-Bewegungen (z. B. Verändern der Sitzposition), die Mini-Bewegungen (z. B. alle 45 Minuten aufstehen und den Arbeitsplatz kurz verlassen) und die Makro-Bewegungen (z. B. Trainingszeit). Alle drei Bewegungsarten müssen regelmäßig über den Tag verteilt erfolgen, um einen gesunden Rücken zu haben.

Wie sollten die Makro-Bewegungen aussehen, damit Sie einem gesunden Rücken dienen? Welche Sportart ist hier besonders förderlich?

Makro-Bewegungen sind all diejenigen Bewegungen, bei denen unser Körper ein Trainingsreiz erfährt und aus seiner Komfortzone herausgeholt wird. Das heißt, unser Pulsschlag geht höher, das Herz schlägt schneller und wird dadurch mehr beansprucht. Dies fördert unser Herz-Kreislauf-System und trainiert die Funktionsfähigkeit. Hierbei ist es letztlich egal, welche Bewegungsarten ausgeübt werden. Das kann vom Joggen, Radfahren bis hin zum Schwimmen gehen.

Selbst Übungen wie Liegestütz oder Kniebeuge gelten bei richtigem Training als Makro-Bewegungen. Zum Beispiel zeigt das Tabatatraining, bei dem in kurzen intensiven Intervallen trainiert wird, wie bereits kleine Übungen bei richtiger Ausübung das gesamte Herz-Kreislauf-System fördern.

Für die reine Erhaltung der Rückengesundheit reichen jedoch bereits die regelmäßigen Mikro- und Mini-Bewegungen.

Wir wollen die Rückengesundheit unserer 8sense User fördern. Was denken Sie Du unser Produkt?

Dr. Graumann: Das Biofeedback des 8sense-Rückensensors greift die Erfordernisse des erwähnten 3-Stufen-Modells hervorragend auf. Es geht nicht darum zu wissen, wie viele Schritte ich pro Tag laufe, sondern es geht darum, ein direktes Feedback zu meiner aktuellen Körperposition und meinem Bewegungsverhalten insgesamt zu bekommen. So können relativ einfach die Mikro- und Minibewegungen in den Alltag integriert werden und durch die App ein auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes Training ergänzt werden.

Was unterscheidet den 8sense-Rückensensor von anderen gängigen Tracking-Geräten?

Der Rückensensor von 8sense ist ganz klar auf Körperhaltung, Körperfunktion und die Vermeidung von Rückenschmerzen ausgelegt. Hier hat der kleine Rückensensor ein großes Alleinstellungsmerkmal zu anderen gängigen Tracking-Geräten. Vor allem, dass der Sensor ganztägig im Hemdkragen getragen wird und von dort gezieltes Feedback gibt, kann von keiner App oder keinem Handgelenks-Tracker abgelöst werden. Nutzer werden via Gamification – also spielerisch – zu gerade diesen Mini- und Mikro-Bewegungen animiert, die für die Rückengesundheit so relevant sind. Durch Vibration erhält der Träger direktes Feedback, seine Körperhaltung oder sein Bewegungsverhalten anzupassen. So lassen sich die über Jahre eingeschlichenen Fehlhaltungen durch kleine kontinuierliche Impulse korrigieren.

Was würden Sie sich zukünftig von einer unterstützenden Technik zur Verbesserung der Rückengesundheit wünschen?

Grundsätzlich sind die Funktionalitäten, die der 8sense Rückensensor mitbringt, vollumfänglich und ausreichend. Worauf es aber natürlich ankommt, ist, motivationale Anreize zu schaffen, ihn auch regelmäßig zu tragen und sich mit seiner Rückengesundheit zu beschäftigen. Hier finde ich den Kooperationsgedanken zwischen 8sense und Thieme TeleCare äußerst charmant. Denn die telefonische Begleitung solch eines Rückenprogramms bringt den entscheidenden Mehrwert hinsichtlich Patientenaufklärung und -empowerment. Durch den persönlichen Kontakt zwischen Teilnehmer und Gesundheitscoach können auf die jeweiligen Motive individuell eingegangen und Impulse für einen regelmäßigen Gebrauch des Sensors gesetzt werden.

Wie lange sollte ein Rückencoaching dauern, dass sich langfristige Effekte einstellen?

Dr. Graumann: Um eine Verhaltensänderung herbeizuführen und die erlernten Bewegungsabläufe zu ritualisieren benötigt ein Patient in der Regel ca. 100 Tage. Je nach vorliegender Rückenschädigung (Gleichgewicht, Beweglichkeit, Stabilität) bedarf es ca. weitere 400 Tage, bis das entsprechende Bindegewebe und Muskelgerüst ersetzt bzw. aufgebaut ist. Dabei reichen jedoch schon die bereits erwähnten alltäglichen kleinen Bewegungen sowie ca. 3-12 Minuten für die entsprechenden täglichen Trainingseinheiten.

Jetzt noch eine persönliche Frage: Was tun Sie persönlich für Ihre Rückengesundheit?

Ich persönlich liebe Sport und habe das große Glück, dass meine Praxis in ein komplettes „Bewegungshaus“ mit Fitnessstudio und Therapiezentrum eingebettet ist. Gleichzeitig befindet sich hinter dem Haus ein kleiner Bach, an dem man wunderbar joggen kann. Meine Mittagspause ist daher immer eine bewegte Mittagspause. Pünktlich um 12 Uhr geht’s in die Sportklamotten und dann erst einmal eine Runde Joggen. Anschließend gibt es noch ein kurzes Ganzkörper-Workout im hauseigenen Fitnessstudio. Damit teile ich meinen Arbeitstag immer in zwei Teile, so dass ich den zweiten Teil meines Tages genauso frisch beginne, wie ich in meinen ersten Teil gestartet bin. Das sind natürlich beste Voraussetzungen, die ich hier habe. Grundsätzlich kann ich aber nur jedem empfehlen, selbst nach dem Mittagsessen noch eine kurze Runde um den Block zu laufen, um ausreichend Sauerstoff, Tageslicht und natürlich Bewegung zu bekommen.

Dr. Lutz Graumann