Dein Wissen besiegt deinen Schmerz!

Hast du dich auch schon mal gefragt, um was es sich bei dem Begriff „Schmerz“ eigentlich genau handelt?

 

In den folgenden Minuten wirst du einige neue Aspekte über Schmerz und dessen Komplexität herausfinden. Ein sehr moderner Ansatz Schmerzentstehung zu verstehen ist das Mature Organism Model (MOM). Dieses Model versucht Schmerzverarbeitung in einem umfangreicheren Kontext zu betrachten, sodass neben dem medizinischen Befund deines Körpers auch verschiedene Faktoren wie zum Beispiel deine Persönlichkeit       oder dein soziales Umfeld eine Rolle spielen. Aber warum ist das jetzt eigentlich wichtig für dich? Ganz einfach! Je mehr du selbst verstehst, wie Schmerz entsteht und du dir bewusst wirst auch eigenes Potenzial zu besitzen diesen zu beeinflussen, desto besser kannst du auch in deinem Alltag mit dieser Situation umgehen.

Der erste Schritt der Schmerzwahrnehmung ist von den Imputmechanismen abhängig. Wenn du dir zum Beispiel in den Finger schneidest verspürst du Schmerz, da das verletzte Gewebe deinen Körper über den Schaden und     den Zustand deines Körpers informieren will. Nachdem diese Signale von deinem geschädigten Finger ausgesendet wurden, beginnt nun der Bearbeitungsprozess in deinem zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark). Und da – wie du bestimmt selbst schon mal erleben duftest – Schmerz immer ein emotionales Erlebnis ist, beeinflussen auch affektive (z.B. Angst, Hoffnungslosigkeit, Ärger) und kognitive (z.B. Gedanken, Sichtweisen, Wissen) Dimensionen die Schmerzverarbeitung in deinem Gehirn. Wenn diese vielen Informationen nun fehlerhaft bearbeitet werden, kann es beispielsweise passieren, dass du Schmerzen verspürst, obwohl aber der Schmerzauslöser also die Wunde an deinem Finger bereits verheilt ist. Genauer heißt das also, wenn du zum Beispiel aufgrund eines riesen Arbeitspensums in der Arbeit sehr gestresst bist und dein Partner sich frisch von dir getrennt hat UND du dir auch noch bei einem Sturz deinen Arm geprellt hast, dass du den Schmerz möglicherweise intensiver wahrnimmst oder er länger anhält als unter milderen Umständen.

Der letzte Schritt der Schmerzentstehung ist, wie dein Körper auf dieses Ereignis reagiert, also die Outputmechanismen. Diese Reaktionen können sich motorisch (z.B. die Spannung in deinen Muskeln ändert sich), autonom (z.B. dein vegetatives Nervensystem verhält sich anders) oder neuroendokrin (z.B. dein Körper schüttet permanent Stresshormone aus) zeigen. Nun kennst du bereits die drei wichtigsten Bereiche für die Entstehung von Schmerz. Nimm dir kurz Zeit und überlege, wie deine Gefühle der deine Einstellung bei deinem letzten Schmerzerleben waren…kannst du dir vorstellen warum?